Was ist Was?

Taijiquan, Qigong, Bagua Zhang, Tongbei & Xingyiquan …

… das sind die Disziplinen; oder wie wir lieber sagen: die Künste; mit denen wir uns beschäftigen.

Sie gehören alle der Familie der Chinesischen „inneren Kampfkünste“ an. (Neijia)

Gemeinsam haben alle o.g. Disziplinen, dass sie nie nur einem Ziel (z.B. zu kämpfen) dienen, sondern immer mehrere Aspekte berühren und beeinflussen (z.B. die Gesundheit zu erhalten/zu fördern, die Persönlichkeit zu entwickeln, Bewegungsfreude auszuleben, eine hohe koordinatorische und physische Fitness zu entwickeln, sich über den Körper einer Philosophie zu nähern, …. oder eben zu kämpfen)

Alle Künste bergen einen reichen und vielfältigen Formenschatz. Es gibt Formen mit leerer Hand und Waffenformen, Solo- und  Partnerformen, ruhige, stille wie dynamische, explosive Formen.

Der chinesische Begriff, der alle Kampfkünste, innere wie äussere, umfasst heißt: WUSHU!

Dies steht wörtlich übersetzt für: Wu = Kampf und Shu = Kunst.

 

Taijiquan = Tai Chi Chuan

ist eine sanfte Kampfkunst mit philosophischem Hintergrund und hohem gesundheitlichen Nutzen für die Übenden. Taijiquan ist tief verwurzelt in der chinesischen Vergangenheit und eng verwoben mit der chinesischen Medizin. Seit gut 50 Jahren verbreitet und entwickelt sich dieser Schatz auch verstärkt jenseits chinesischer Grenzen.

Augenscheinlich ist Taijiquan eine Folge von Bewegungsbildern, die weich, fließend und mühelos wirken. Die charakteristischen Bewegungen erden und entspannen, lehren einen stabilen, sicheren Stand und Gang. Viele kreis- und spiralförmige Bewegungen beeinflussen den Muskeltonus und regulieren Über- wie Unterspannung. Der Körper richtet sich aus und wird elastischer – Körper und Kopf entspannen, Stress wird „entlassen“.

Der Unterricht erfolgt meistens in einer Gruppe. 6 – 12 Personen beginnen mit einem leichten Warm-Up, fahren fort mit Übungen, die auf Taiji spezifische Bewegungen vorbereiten und bereits sehr ausgleichend wirken. Darauf folgt des Erlernen der sogenannten Taijiform.

Von Woche zu Woche kommen Bewegungsabläufe hinzu, die die zuvor gelernten ergänzen. Anwendungsbeispiele aus der Kampfkunst erschließen den Sinn der Bewegungen, Phasen des Selbstständigen Übens „sichern“ und klären das Gelernte. Fragen werden gern beantwortet und bringen uns ALLE weiter!

Es empfiehlt sich lockere Kleidung und leichte Schuhe zu tragen.

 Wir lehren verschiedene Taiji-Formen aus zwei Familien Stilen:

  • eine lange, traditionelle Form des Yang Stils nach Volker Jung
  • Die erste und die dritte Taiji-Form der Familie Sha
  • eine Kurzform der Familie Sha (Taiji Ba Fa)

Welche Form für Sie die „BESTE“ sein mag, um zu beginnen, finden wir gemeinsam heraus z.B. durch Probetraining und ein persönliches Gespräch! Wir freuen uns auf Ihren Anruf und auf Ihren Besuch: Telefon: 0551 – 50 53 010

Qigong:

Qigong ist der Oberbegriff für eine Vielzahl von Übungen, chinesischen Ursprungs, deren gemeinsamer Nenner es ist den Menschen in einen harmonischen Einklang zu bringen.

Augenscheinlich handelt es sich um Übungen, deren Bewegungsabläufe mehrfach wiederholt und schließlich abgeschlossen werden. Dann beginnt ein neue.  Ob im Gehen, im Stehen, im Sitzen oder Liegen: Durch das besondere Einbeziehen von Aufmerksamkeit und Gefühl der Übenden birgt Qigong viele Möglichkeiten für Alt/Jung, Geübte/Ungeübte, RollifahrerInnen/FußgängerInnen, …

Baguazhang:

Baguazhang ist eine am Kreis orientierte Kampf- und Bewegungskunst und eine super Disziplin für alle, die sich gern vielseitig und auch schneller bewegen mögen. Beine und Rumpf gewinnen sehr an Kraft und Beweglichkeit,  einschließlich Kopf und Augen ist jede Faser involviert.

Nach dem Erlernen von Grundtechniken und -formen läßt sich Bagua sehr gut auch unabhängig von einer Gruppe trainieren und wird zu einer spannenden Entdeckungsreise!

Bei uns können Sie nach dem Grundtraining auch verschiedene Tier- und Langformen lernen sowie Bagua Schwert und Säbel.

Tongbeiquan:

Tongbeiquan gilt als EIN Urahn des Taiiquan. Bereits vor gut 2000 Jahren fand es Erwähnung in Schriftrollen und Grabinschriften.

Basierend auf einzelnen vorbereitenden Übungen (Jibengong) entwickelt das Training einerseits Qualitäten, die denen des Taijiquan gleichen, aber darüber hinaus eine enorme Explosivkraft sowie eine hohe und dynamische Bewegungsqualität von Rumpf und Armen.

Unbedingt eine Kunst für „junge wilde“ mit Ambitionen „auf den Punkt zu kommen“, aber auch für alle, die ihre Power gern zum Ausdruck und zur Geltung kommen lassen möchten.

Xingyiquan:

Xingyiquan gehört zu den klassischen Disziplinen der Inneren Kampfkünste (Neijia) an. Neben exzellenten kämpferischen Fähigkeiten lehrt Xingyiquan den Übenden seine physische, energetische und seine Willenskraft übereinstimmend zu koordinieren und zu stärken.

Nach dem Erlernen von Grundtechniken und -formen bietet sich eine Formenvielfalt, ohne und mit Waffen sowie Partnerformen.

Xingyiquan wird sehr linear trainiert und erst nach einer Weile findet sich auch in dieser Bewegungskunst eine enorme Bewegungsvielfalt und Freiheit!